Herzlich willkommen bei Ein Herz für russische Tierschutzhunde e.V.

Boris

Liebe Interessenten, liebes Ein-Herz-für-russische-Tierschutzhunde-Team,

nachdem unser Fellschatz nun bereits seit 15 Wochen unser Leben bereichert, möchten wir hier einmal von unseren Erfahrungen erzählen.

Nun fallen wir erst einmal mit der Tür ins Haus: War es die richtige Entscheidung, einen Hund aus Russland zu holen, den man noch nie zuvor gesehen hat: Ja!!!
Würden wir wieder einen Hund vom Verein adoptieren: Ja!!!
Würden wir jeden ermuntern, der noch Zweifel hat: Ja!!!

Unser Boris (Bo), nun bald 3 Jahre alt, hat sich im Januar 2020 auf die lange Reise zu uns nach Deutschland gemacht. Wir waren schrecklich aufgeregt, konnten es kaum erwarten, haben im Vorfeld reichlich Zubehör gekauft und uns schier endlos Gedanken gemacht. Schließlich sind wir fertig eingerichtet am 18.01.2020 nach Leverkusen gefahren, um ihn da endlich in die Arme zu schließen.
Die Route wird jeweils individuell vom Verein geplant und zu jedem Stopp steigen einige Hunde aus, deren neue Familien im Umkreis wohnen. Das Schönste ist, dass wir vom Start in Russland sowie während der langen Fahrt immer auf dem Laufenden gehalten wurden und Videos oder Bilder von den Hunden über Whatsapp erhalten haben.
Es verlief alles reibungslos… abgesehen davon, dass wir vor Aufregung fast geplatzt wären. Und dann bog endlich der Transporter um die Ecke und die Tränen liefen schnell.
Es stiegen zwei wunderbare russische Fahrer aus, die uns erklärten, dass sie die Hunde nun einzeln aus dem Auto holen werden. Sie strahlten trotz der unendlich langen Fahrt eine wunderbare Ruhe aus und gingen ganz zauberhaft mit den Hunden um. Als wir dann an der Reihe waren, nahm ich das mitgebrachte Geschirr in der Größe L, ging zu dem Transporter und da stieg er nun aus. Es war bereits dunkel, ca. 23 Uhr am Abend. Seine Schönheit und Größe haben mich umgehauen. Ich lehnte mich über diesen riesigen Bären und versuchte ihm irgendwie das Geschirr anzulegen. Bo wartete in aller Seelenruhe, obwohl er mich gar nicht kannte. Ich frickelte mit zittrigen Händen an dem Geschirr herum. Vergeblich. Ich rief meinem Lebensgefährten zu, er solle schnellstmöglich das XL-Geschirr aus dem Auto holen. Ich hatte Sorge, der Hund könnte mir weg laufen, bevor ich es geschafft habe, das Geschirr anzuziehen. Puh, das XL-Geschirr passte schließlich. Gerechnet hatten wir mit 32 Kilogramm und 64 cm…. Boris kam mit 40 Kilogramm und 70 cm. Ansonsten ist Bo genau wie auf der Internetseite beschrieben: Nämlich einfach ein Schatz!
Nun standen wir mit unserem Riesenhund am Auto (ein Seat-Kombi) und Boris hatte sich überlegt NICHT einzusteigen. Da standen wir nun in der Dunkelheit und wussten nicht so recht weiter. Den Hund kannten wir zu schlecht, um ihn einfach zu nehmen und in den Kofferraum zu heben, denn man muss sagen, er ist eine äußerst imposante Erscheinung. Bevor sie wieder fuhren, fragte ich ganz schnell die Fahrer, ob sie uns helfen könnten.
Der eine Fahrer setzte sich in aller Ruhe auf meine Kofferraumkante und erklärte Boris (Mr. Johnsson nannte er ihn), dass es nun in den schönen Westerwald gehen würde und er nur noch eine Stunde Fahrt schaffen müsse… Es half alles gute Zureden nichts. Boris wollte nicht einsteigen. Da hob der Fahrer ihn kurzerhand in den Kofferraum und die Fahrt ging los. Ich saß hinten und Boris Schnäuzchen tauchte aus dem Kofferraum auf und atmete direkt neben meinem Gesicht. Sein Kopf ist etwa so groß wie meiner. Eine Fahrt, an die wir uns wohl ewig erinnern!
Hundemüde von der Aufregung kamen wir schließlich um Mitternacht bei uns zuhause an. Bo hob direkt draußen noch sein Beinchen. Wir hatten die Matratzen runter ins Schlafzimmer geräumt, da wir noch nicht wussten, ob er die Treppen laufen würde. Er lief wedelnd durch das Wohnzimmer und die Küche und trank einen ganzen Napf leer. Boris schlief in dieser ersten Nacht direkt neben uns an der Matratze. Mein Glück konnte ich die ganze Nacht nicht fassen und so schlief ich keine Minute, sondern beobachtete dieses wunderbare Geschöpf neben mir. Seitdem schläft Bo jede Nacht an unserem Bett. Er war vom ersten Tag an stubenrein und schläft durch bis wir aufstehen! Er ist ein Geschenk. Er lief von Beginn an brav an der Leine und schaute sich immer wieder zu uns um. Er konnte nach dem zweiten Tag „sitz“ und „platz“. Er ist sehr souverän in der Begegnung mit anderen Hunden und Menschen begegnet er mit Freude. Oma und Opa (unsere Eltern) lieben ihn auch wie verrückt.

Auch in den kommenden Wochen war der Verein immer im Rahmen einer Whatsapp-Gruppe inkl. einer Hundetrainerin für alle Fragen da. Auch nach Wochen wünscht sich das Team Fotos von den Kindern und ist ehrlich begeistert über all die schönen Zuhause für die Tiere. Man merkt, dass hier ehrliche und tierliebende Menschen das Beste für die Schützlinge suchen und der Verein macht einfach einen ganz tollen Job und auch die Fahrer waren einfach toll und wir können all diesen Menschen nur von Herzen danken!

Es war einfach wunderbar zu sehen, wie sich Bo und die anderen, die mit ihm in ein neues Zuhause gefahren sind, in so kurzer Zeit an das Leben hier gewöhnt haben. Man konnte richtig beobachten, wie er jeden Tag ein Stück mehr ankam. Am ersten Tag hat er sich noch vor fließendem Wasser aus dem Hahn erschreckt und wunderte sich sichtlich über den Fernseher. Den ersten Abend nach der Ankunft verbrachte ich mit Bo allein, da mein Lebensgefährte leider arbeiten musste. Er war komplett unruhig und lief wild umher und piepste wie verrückt. Ich wusste gar nicht, was ich tun sollte. Bo war sichtlich erst mal überfordert mit der Situation und ich mit ihm. Heute weiß ich, dass es wichtig ist, die Nerven und die Ruhe nicht zu verlieren und dem Hundi einfach die Zeit zu lassen, sich in Ruhe an alles zu gewöhnen. Natürlich war Bo mit der Situation überfordert. Es war ja schließlich alles neu. Und innerhalb von 3 Tagen kam er an. Fing an Socken von der Leine zu klauen und meine Pantoffeln ins Körbchen zu tragen und wir freuen uns über jeden Tag, jede Stunde, die er an unserer Seite ist.

Das einzige, was Bo bis heute nicht gerne mag, ist alleine sein. Wir haben ganz kleinschrittig mit ihm eine Woche nach Ankunft (denn die ersten Tage lief er mir auf Schritt und Tritt hinterher, was dann von allein irgendwann weniger wurde) geübt. Wir begannen mit 30 Sekunden alleine sein und steigerten die Zeit ganz langsam. Zum Glück hatten wir einige Wochen Zeit zu üben. Wir hatten zwischenzeitlich einen kleinen Rückfall… die Haustür musste dran glauben… und Bo hat ziemlich große Zähne… aber mittlerweile wartet er brav auch mal ein paar Stunden. Wir haben gelernt, auch einfach mal ein bisschen geduldiger zu sein, auch wenn mal etwas nicht von Anfang an klappt.

Und während ich diesen Text hier schreibe, liegt er neben mir und schläft seelenruhig. Wir freuen uns für jeden Schatz, der ein schönes Zuhause findet und dort so viel Freude schenkt wie unser Bo uns.

Herzliche Grüße aus dem Westerwald an das Vereinsteam und viel Spaß mit den neuen Familienmitgliedern an alle, die es wagen!

Robin und Estelle
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