Herzlich willkommen bei Ein Herz für russische Tierschutzhunde e.V.

Polkan

“Bist du dir sicher, dass du dir das antun willst?”, fragte mich vor ein paar Wochen ein Freund, als klar war, dass ich einen Hund aus Russland bei mir aufnehmen werde. Die Entscheidung stand für mich felsenfest. Seit über 20 Jahren wollte ich immer einen eigenen Hund bei mir haben. Aufgewachsen mit Hunden in der Familie und im Freundeskreis und bis heute gerne regelmäßige Notlösung, falls mal jemand eine Urlaubsvertretung brauchte. Aber so ein ganz eigener Hund, ein richtiges Familienmitglied, ein Begleiter, der einem auf Schritt und Tritt zur Seite steht? Für mich gab es keine Zweifel. Durch eine glückliche Fügung änderten sich die Lebensumstände und plötzlich war da Platz für einen Hund. Für mich stand schon immer fest, dass ich nicht mit einem Welpen in mein Hundebesitzertum starten möchte. Hunde in Tierheimen und auf der Straße hatten mir schon immer das Herz gebrochen. Treue Seelen, die vergessen oder nie gefunden wurden, immer auf der Suche nach Liebe und Zuneigung. Ausgerechnet über eBay Kleinanzeigen fand ich meinen Seelenhund durch einen Zufall. Ich sah mir die Bilder an, las die Beschreibung und sagte mir sofort: “Das ist er!”
Einige Wochen, viele Nachrichten und anstrengendes Warten später fand ich mich mit ein paar Gleichgesinnten bei einer netten Frau auf einem Pferdehof in der Nähe von Lübeck wieder. Es war 2 Uhr morgens, es war dunkel und kalt, aber die Knie zitterten aus einem anderen Grund. Zwei Stunden zuvor erhielt ich die Nachricht, dass der Transporter in Kürze ankommen würde; darin mein vermeintlicher Traum vom Glück. Die Türen des Transporters gingen auf, man hörte Gewinsel und nach und nach bekam jeder Adoptant seinen Hund an die Hand. Bei mir war es Polkan, ein sechs Jahre alter, stolzer Mischling, vermutlich aus Schäferhund und Bordercollie sagte mir später der Tierarzt. Er ließ sich toll an der Leine führen, zeigte große Unsicherheit, zitterte und versteckte sich vor den anderen Hunden hinter mir. Nachdem wir Polkan endlich in mein Auto locken konnten, machten wir uns auf den Heimweg. Mittlerweile war es 6 Uhr und es wurde langsam hell am Himmel. Zu Hause angekommen, traute sich Polkan zunächst nicht die Treppen in meine Dachgeschosswohnung hinauf, ließ sich dann aber doch überreden. Die Erschöpfung war einfach zu groß, er wollte nur noch schlafen. In der Wohnung musste ich feststellen, dass er sich weder ins Badezimmer, noch ins Schlafzimmer traute. Also zog ich aufs Sofa ins Wohnzimmer, damit er in seiner ersten Nacht nicht alleine sein musste. Der Hund schlief ein, ich war noch etwas aufgekratzt, bekam meine Augen kaum zu. Als ich endlich eingeschlafen war, wurde ich auch schon wieder geweckt. Polkan stubste mich an, wollte gekrault werden, nicht alleine sein. Immer wieder nickte ich dabei weg und wurde sofort wieder erinnert, doch bitte weiterzukraulen. Irgendwann gab er wohl auf, jedenfalls wachte ich gegen 11 auf. Völlig gerädert, nach dieser kurzen Nacht und mit Rückenschmerzen startete ich mit Polkan in den ersten Tag. Wir waren viel unterwegs und von Tag zu Tag wurde er sicherer und sicherer an meiner Seite. Ich hatte mir extra für ihn eine Woche frei genommen, um Tag und Nacht für ihn da zu sein. Wir trainierten Leinenführigkeit, die ersten Kommandos und auch Autofahren und alleine bleiben. Er machte sich wirklich großartig. Doch immer wieder gab es auch Rückschläge, die mich zwischenzeitlich an den Rande der Verzweiflung trieben. Mit zunehmendem Selbstbewusstsein kamen auch die ersten Probleme. Er bellte Katzen an, bellte Radfahrer an, zog plötzlich an der Leine. Ich habe mich wochenlang auf den Hund vorbereitet, Bücher und Artikel gelesen, Lernvideos geschaut und Experten um Rat gebeten, und dennoch brachte Polkan mich dazu, meine Kompetenzen und Entscheidungen anzuzweifeln. Ein Namenswechsel brachte einen erstaunlichen Unterschied. Er reagierte kaum auf Polkan, es schien fast, als wolle er mit seinem Namen seine Vergangenheit hinter sich lassen. Ich ging eine Liste mit Namen durch, die mir gefielen und bei ‘Lasko’ stellte er plötzlich die Ohren auf. Fortan trainierten wir nur noch mit diesem Namen und tatsächlich änderte sich sein Verhalten. Ich zeigte ihm klare Grenzen auf und er respektierte sie. Jetzt ist Lasko genau eine Woche bei mir und wir sind wie ein Herz und eine Seele. Er bleibt problemlos alleine zu Hause, zieht nicht mehr an der Leine, bellt kaum noch Radfahrer an und beginnt, die ersten Kommandos zu befolgen. Natürlich haben wir noch eine lange Reise vor uns, aber dass er sich innerhalb einer Woche derartig verändert, hatte ich nicht erwartet.
Abschließend kann ich nur jedem ans Herz legen, sich doch lieber mal bei Tierschutzvereinen nach Hunden umzusehen und den heimischen Züchter links liegen zu lassen. Es gibt so viele Hunde mit großem Herzen, die nur darauf warten, es jemandem schenken zu können.

Schöne Grüße von Polkan/Lasko und Julius 🙂
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