Herzlich willkommen bei Ein Herz für russische Tierschutzhunde e.V.

Texas

Ich habe mir lange Zeit gelassen mit diesem Bericht. Ein halbes Jahr ist Texas nun schon bei mir. Aber ich erinnere mich, wie ich die Texte der Adoptanten verschlungen habe bevor ich die Adoptionspapiere unterschrieb, daher wusste ich schon damals: Ich will ein möglichst komplettes Bild abgeben, nicht im Taumel der Freude schon nach ein paar Tagen nur Glückseligkeit versprühen. Daher nun jetzt. Gleich vorweg, Texas war eine Herzensentscheidung. Ich wollte (wieder) einen Hund aus dem Tierschutz, gerne ein Abgabetier, falls Herrchen oder Frauchen krank oder verstorben sind, auf jeden Fallaus Deutschland mit der Möglichkeit, ihn kennenzulernen und idealerweise nicht älter als ein Jahr. So zumindest der Plan. Und dann sah ich das Bild von Texas. Der Anzeige nach im Badischen Zuhause (naja, keine Weltreise!) und schon 4, aber diese Augen! Dieser Blick! Dann stellt sich raus, doch im Ausland. Russland. Uff. Na gut. Aber können diese Augen lügen? Das ist Liebe pur, das seh ich doch! Alsodie Webseite durchforstet. Den Verein recherchiert und dann eben 30kg russischen Cowboy adoptiert. Anfang Mai war er da. Die erste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten. Nicht 30kg Texas kamen da, sondern ein 40kg schwerer Specki. Der hat entsprechend Gewicht an der Leine, vor allem aber bekomme ich vierzig Kilo nicht die Treppe heruntergewuchtet, denn Treppen: Die kannte Texas wohl nicht und ich wohne im 1-sten Stock. 3 Tage hat’s gedauert, bis wir endlich vor die Tür kamen, weil mein Nachbar beherzt den Träger gab.(Meinen Nachbarn mag Texas immer noch nicht, aber Treppen sind kein Problem mehr.) Ähnlich furchtbar: Autos, Briefkästen, Müllmänner, Paketklebeband und ganz schlimm: Gewitter und Böllerei. Zumindest zu Beginn. Mittlerweile sehen wir das entspannter. Und immerhin: Nicht ein Schuh, nicht ein Kabel, nicht eine Sache ging zu Bruch oder fiel scharfen Zähnen zum Opfer im Haus, seit er eingezogen ist. Sowas gibt’s auch.Trotzdem hatten wir einige Hürden zu meistern. Das Hosenbein eines Passanten wurde geschnappt (mit einem enervierenden behördlichen Nachklapp im Anschluss) und generell war Texas‘Einstellung zu fast allen Problemen ähnlich der eines Endzwanzigers frisch aus dem Knast: „Digger, hast Du Problem?“. Also habe ich seine 4 Hundejahre x 7 multipliziert, versucht in Mensch zu übersetzen und ihn innerlich vorübergehend Kevin genannt. Was will man machen. Ein Kevin aber wird nicht in Samthandschuhe gepackt, ein Kevin wird mit allen Gefahren konfrontiert. Also ging es ins Büro, in die Stadt, in Hotels, die 3 oder 4 Autostunden entfernt liegen, an den Strand, in den Wald, auf den Berg, durch den Regen, durch das Gewitter, an den Pferden vorbei, ins Restaurant, in den Bus, in fremde Autos, in fremde Wohnungen und Gärten, zum Hundesitter und zum Tierarzt. Dazu noch Hundeschule und hier und da ein Einzelunterricht. Und beim speckigen Kevin, der dank Bewegung und Diät jetzt immer mehr zum stattlichen Großstadtcowboy mutierte, legten sich langsam die Schalter um. Einer nach dem anderen. Und es waren viele. Und es kommen sicher noch welche. Aber jetzt sehe ich ihn, den tollen Charakter. Den souveränen Rüden, der auch mal abwartet und überlegt und nicht gleich losstürmt. Der nicht genug gekrault werden kann und jegliche Aufmerksamkeit genießt.Ich will ganz ehrlich sein, es gab Momente, da habe ich vor allem an mir selbst gezweifelt, an meinem Selbstbild vom souveränen Alpha, die sich von so einem Kevin vorführen lässt. Ganz leise war zu Beginn mal die Stimme in meinem Kopf zu vernehmen, die fragte, ob ich ihn nicht zurückgeben will, umso entschlossener dann aber auch das Nein dazu. Kommt gar nicht in Frage, das kriegen wir hin! Und wir haben es hinbekommen. Als er sich im ersten starken Sommergewitter nachts um 3 Uhr die schmale Stiege in mein Schlafzimmer hochgekämpft hat, um bei mir zu sein, wusste ich, hier passiert gerade etwas Wichtiges. Und spätestens im letzten Urlaub vor 4 Wochen sind gleich mehrere Schalter aus der Sicherung geflogen. Texas, der mich bis dahin so „ganz okay“ fand, hat sich zusehends in mich verguckt. Was ich so tue, ist seitdem wichtiger für ihn geworden, und auch was ich so „ansage“ hat plötzlich mehr Gewicht, ein Nein kann plötzlich ganz leise ausgesprochen wirken. Während ich dies schreibe, liegt er hinter mir im Büro-Körbchen und träumt offenbar irgendetwas. Hoffentlich nicht von der Vergangenheit, vermutlich als Straßenhund und dann als Knasti im Moskauer Winter, sondern von dem warmen Plätzchen, das er nun für immer hat, den Eichhörnchen im Park und den Abenteuern, die wir noch zusammen erleben werden. Und zu denen sage ich ganz klar Ja! Du bist mein Hund, Texas. Wir bleiben zusammen. Und Du bist ein Schmusebär und eine Knuschel-Muschel. Aber das bleibt unser Geheimnis. ;
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