Herzlich willkommen bei Ein Herz für russische Tierschutzhunde e.V.

Der Hund zieht ein

Es steht nun fest: Sie möchten einem Tier aus Russland ein liebevolles Zuhause bieten.

Die Freude ist riesengroß – allerdings steigen auch Ungeduld und Nervosität, der neuen Aufgabe gerecht zu werden.
Auch wenn es nicht der erste Hund aus dem Tierschutz ist, jedoch ist alles neu und lässt viele Fragen aufkommen.


Auch unmittelbar nach der Vermittlung kommen oft Fragen wie:

Hier ein kleiner Ratgeber, was man alles wissen bzw. beachten sollte.

Vor dem Einzug:

Nach der Ankunft Ihres Schützlings steht Ihnen auf jeden Fall eine spannende Zeit bevor. Spannend, weil ein neues Familienglied einzieht, dessen Geschichte Sie gar nicht oder nur teilweise kennen und der Hund Ihnen nicht erzählen kann, was er alles erlebt hat.
Zunächst müssen sie sich beide kennenlernen, um einander einschätzen zu können und Vertrauen aufzubauen.


Die erste Zeit mit dem Hund

Die ersten Stunden nach der Ankunft im neuen Heim werden unterschiedlich erlebt. Wie Ihr Hund sich verhält, ist abhängig davon, wie er den Schock verarbeitet.

1. Der Hinterherläufer

Viele Hunde suchen sich einen Menschen aus der Familie aus, an dessen Fersen sie sich heften. Diesen Menschen empfinden sie als Sicherheit. In den ersten Tagen ist das völlig normal und deshalb sollte es auch vorerst geduldet werden. Ihr Hund hat beschlossen, dass Sie oder ein Familienmitglied jetzt der Fels in der Brandung seid.

Um die Gefühlswelt des Hundes etwas besser zu verstehen, biete ich ein kleines Beispiel an: Stellen Sie sich vor, Sie kommen als Praktikant in eine neue Firma und anfangs weißt man Ihnen keine Abteilung, keinen Betreuer und auch keine Aufgabe zu. Sie sind natürlich völlig verwirrt. Um dem ganzen noch eine Krone aufzusetzen, sind Sie im Ausland und alle sprechen eine Sprache, die Sie nur wenig oder gar nicht kennen. Logischerweise heften Sie sich an die Fersen des einen Menschen, mit dem Sie bisher am meisten Kontakt hatten. Wenn Sie ein sehr strategisch veranlagter Mensch sind, beobachten Sie vielleicht auch zuerst und beschließen, dich demjenigen anzuschließen, der in der Abteilung, in der Sie gerade stehen, besonders viel zu sagen hat, weil Menschen ihm respektvoll begegnen und häufig nicken, wenn er eine Aufgabe erteilt.

Gönnen Sie also Ihrem neuen hündischen Verfolger etwas Zeit, sich seine neue Welt aus Ihrem sicheren Schatten anschauen zu können und schicken Sie ihn nicht sofort wieder weg. Bedenken Sie bitte auch, dass Sie ihn die ersten Tage nicht gleich für längere Zeit als wenige Minuten allein lassen sollten, denn das könnte seine Welt vorerst ganz schön durcheinanderbringen. Wenn er die ersten Tage hinter Ihnen her trottet, lassen Sie ihn das tun. Geben Sie ihm die Möglichkeit, neben Ihrem Bett zu schlafen, damit er sich nachts sicher fühlen kann. Wenn Sie Ruhe, Souveränität und Entspannung vorleben, kann sich Ihr Vierbeiner nach und nach auch entspannen. Der Zeitpunkt, ab dem er sich dann auch abseits von Ihnen hinlegt, zeigt Ihnen, dass er nach und nach etwas ankommen kann. Nun ist wichtig, dass Sie ihm Plätze im Haus zuweisen, an denen er sich niederlassen darf – generell abseits von Türen, Eingangsbereichen, Treppenaufgängen, Fluren etc. So kann Ihr Hund an diesen Stellen auch wirklich zur Ruhe kommen, da er in der Ruhe nicht durch „Durchgangsverkehr“ gestört werden kann. So machen Sie ihm auch ganz nebenbei klar, dass er nicht für den Bereich „Sicherheit und Kontrolle“ in Ihrer Familie zuständig ist.


2. Der Verstecker

Manche Hunde stehen nach ihrer Adoption so unter Schock, dass sie die neuen Reize in ihrem neuen Zuhause gar nicht verarbeiten können. Sie verkriechen sich im Badezimmer unter einem Schrank, im Schlafzimmer unter dem Bett oder an einem anderen schwer erreichbaren Ort im Haus. Auch das ist völlig normal und abhängig davon, wie sehr sich die Umwelt seines vorherigen Lebens von seinem neuen Zuhause unterscheidet und wie seine Persönlichkeit strukturiert ist.

Wenn der Hund also ankommt und sich bei der ersten Gelegenheit verzieht, dann geben Sie ihm Raum und Zeit, sich etwas zu erholen, langsam aufzutauen und dann nach und nach zu Ihnen zu kommen. Wie lange dieser Prozess dauert, kann ganz unterschiedlich sein. Die meisten Hunde kommen nach 5-7 Tagen von ganz allein. Andere brauchen mehrere Wochen. Es gibt hier keine Faustregel.

Nehmen wir an, Ihr Hund hat sich unter den Badezimmerschrank verzogen und kommt nicht mehr heraus. Bitte lassen Sie ihm tagsüber die Tür offen, sodass er herauskommen kann, wenn er bereit dazu ist. Außerdem kann er so schon aus seinem sicheren Hafen mit den Alltagsgeräuschen vertraut werden. Bitte warten Sie aber nicht vor seinem Versteck und buhlen Sie nicht darum, dass er herauskommt. Das macht ihm nur noch mehr Angst. Vernünftiger ist es, die nächsten Tage das Futter nebenbei und ohne ihn anzusprechen nah vorm Schrank abzustellen, den Raum zu verlassen und ihm die Möglichkeit zu lassen, es sich zu holen, wenn er bereit dazu ist. Irgendwann wird der Hund sich lösen müssen und, da er noch kein Vertrauen zu Ihnen hat, wird es wohl im Haus passieren. Bitte ärgern Sie sich nicht darüber. Wenn sie erst zueinander Vertrauen haben, kann an der Stubenreinheit gearbeitet werden. Bis dahin wischen Sie das Malheur einfach weg.

Wenn dein Hund sein Versteck dann verlässt, um die Umgebung zu erkunden, geben Sie ihm am Anfang am besten die Möglichkeit, Sie nur von hinten zu betrachten. Zeigen Sie ihm in Hundesprache durch die Ignoranz (Bewusstes Wegdrehen), dass Sie mit ihm keinen Ärger haben wollen. Verhalten Sie sich ruhig, vermeiden Sie hektische Bewegungen und laute Gespräche. Irgendwann wird Ihr neuer Freund wissen wollen, wie das Gesicht dieses Menschen aussieht, mit dem er da zusammen lebt. Dann wird er mal einen kleinen Blick zu Ihnen wagen. Schauen Sie ihm auch dann nicht in die Augen, sondern bewusst an ihm vorbei. Wenn er endlich nahekommt, um Sie zu beschnuppern, berühren Sie ihn nicht! Geben Sie ihm mindestens noch drei Tage Zeit, bevor Sie ihn zum ersten Mal überhaupt versuchen zu berühren. Gute Möglichkeiten, um dann nach und nach einander näherzukommen ist, gemeinsam zu essen. Wenn Ihr Hund noch immer im Badezimmer schlafen will, dann wählen Sie diesen Ort, um die neue Übung zu machen. Sollte Ihr Hund bereits freiwillig auch in anderen Räumen sitzen oder liegen, könnte man den größten Raum empfehlen.

Dort stellen Sie den Futternapf mit guten Leckereien auf und setzen sich möglichst weit weg davon auf den Boden. Dort können Sie zum Beispiel lesen oder mit Kopfhörern einen Film auf dem Handy anschauen. Jedenfalls sollten Sie etwas tun, was Sie körperlich in Ruhe hält und gleichzeitig desinteressiert erscheinen lässt. Warten Sie ab, ob Ihr vierbeiniger Freund in Ihrer Gegenwart essen möchte und gestalten Sie für einige Tage die Nahrungsaufnahme auf diese Art und Weise. Wenn das gut funktioniert, setzen Sie sich an einem neuen Tag wieder in die Ecke, dieses Mal aber mit dem Napf in der Hand. Am besten befindet sich werfbares Futter darin, z.B. Trockenfutter, gekochte Fleischstücke, Nudeln ect. Nun werfen Sie mit möglichst wenig Bewegung Ihrerseits das Futter in die Richtung, in der vorher immer der Napf stand. Nimmt Ihr Hund das Futter, werfen Sie das nächste Stückchen in eine andere Ecke des Raumes. Hat er genug Vertrauen, um sich das Futter zu holen, variieren Sie den Fallort des Futterstückes in den Abständen zu Ihnen. Mal ist es weiter weg, mal muss der Hund schon relativ nah an Sie heran. Hier können Sie gut erkennen, ab welcher Distanz zu Ihnen Ihr Hund sich nicht mehr sicher fühlt. Sie können so lange üben, bis er freiwillig aus Ihrer Hand frisst. Dann kann man bestimmt auch bald Gassi gehen.


3. Übergabe

Bei der Übergabe bitte sofort das Sicherheitsgeschirr (2 Brustgurte) anziehen. Der Fahrer oder jemand vom Verein sollte dabei sein und helfen.

Im Auto den Hund auch festschnallen oder die Leine in der Hand halten. Der Hund könnte versuchen, aus der Heckklappe zu springen, sobald sich diese öffnet.


4. Zu Hause angekommen


5. Ernährung

Die richtige Ernährung ist A und O. Gerade die erste Zeit könnte es passieren, dass der Hund das gute Futter, das Sie für ihn besorgt haben, ablehnt. Auch Verdauungsprobleme sind nicht selten. Es liegt meist an der Futterumstellung und normalisiert sich von selbst in ein paar Tagen.

Hier gilt: erstmal beim Trockenfutter bleiben und langsam umstellen, wenn anderes Futter gefüttert werden soll.

Nicht alle Lebensmittel, die wir verzehren können, sind auch für den Hund gesund. Einige Nährstoffe haben auf Hunde toxische Wirkung und können zu schweren gesundheitlichen Problemen führen.

Folgende Lebensmittel sollten ausgeschlossen sein:

Geben Sie ihrem Liebling keine Medikamente ohne Anweisung des Tierarztes und bewahren Sie Arzneimittel außer Reichweite des Hundes auf.

Bei allen Punkten gilt: Wenn Sie noch Fragen haben, dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Wir sind vor, während und nach der Vermittlung gerne für Sie da!

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